11. November 2018 · Kommentare deaktiviert für 100 Jahre nach Endes des 1. Weltkriegs ist die Würde der Gefallenen noch nicht wieder hergestellt · Kategorien: Geschichte, Gesellschaft, Politik · Tags: , , ,
soldier walking on wooden pathway surrounded with barbwire selective focus photography © Photo by Stijn Swinnen on Unsplash

soldier walking on wooden pathway surrounded with barbwire selective focus photography © Photo by Stijn Swinnen on Unsplash

Heute vor 100 Jahre wurde im Wald von Compiègne (Frankreich) nach vier Jahren und drei Monaten mit einem Waffenstillstandsabkommen der 1. Weltkrieg beendet. 9.442.000 Soldaten starben zwischen 1914 und 1918. Die Hälfe der deutschen Soldaten wurde nicht älter als 24 Jahre. Unzählig die vielen Toten unter der Zivilbevölkerung. Doch diese Zahlen sowie Opferzahlen des zweiten Weltkrieges und der über 200 kriegerischen Auseinandersetzungen nach 1945 schrecken Rüstungspolitiker und deren finanzielle Stützen aus der Wirtschaft nicht ab, heute immer noch ihr Seelenheil, sprich ihren Machtwahn, durch Aufrüstung mit immer moderneren Tötungstechnologien zu befriedigen. Es gibt genügend Menschen, die der Propaganda vom „bösen Russen“ wieder verfallen, an die Vernichtungswut „islamistischer Fanatiker“ glauben und alle Drohgebärden des NATO-Bündnisses als Reaktion auf die Gefahren, die besonders von diesen beiden Angstszenarien ausgehen, beklatschen.

Zu diesen Reaktionen hat das Einknicken vom Französischen Präsidenten Macron und der Große Koalition gegenüber den Forderungen des amtierenden US-Präsidenten mit der Erhöhung des Wehretats der NATO-Partner beigetragen. Wofür brauchen Deutschland, die USA und die gesamte NATO diesen Wehretat überhaupt? Schauen wir uns die Analyse von SIPRI an: https://www.frieden-fragen.de/entdecken/weltkarten/hoechste-militaerausgaben.html Weiterlesen »

03. November 2018 · Kommentare deaktiviert für „Würde statt Waffen“ – Aufstehen gegen den Krieg · Kategorien: Gesellschaft, Politik · Tags: , , ,

„Kitaplätze statt Bombensätze“ – ein spontan gestaltetes Plakat von Studenten aus Leipzig

Wenn sich am 11. November 2018 die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zur Beendigung des 1. Weltkrieges zum 100. Male jährt, dann könne wir leider immer noch nicht auf den „ewigen Frieden“ hoffen.

Um es anders werden zu lassen, sind am 3. November 2018 deutschlandweit mehrere Tausend Menschen aufgestanden, um für „Würde statt Waffen“ zu demonstrieren. In Leipzig sind rund 400 dem Aufruf der Sammlungsbewegung „aufstehen“ gefolgt und gegen den Strom der shoppenden „Mitte der Gesellschaft“ für Frieden, Geld für Kitaplätze, Gerechtigkeit, sichere Renten … zu demonstrieren.

Ein wichtiger Redebeitrag kam von Mike Nagler, einer der engagierten Mitorganisatoren bei „aufstehen“ und für die humanistische Bewegung in Leipzig:

„Liebe Freunde.

Wir sind heute auf der Straße, weil wir ein Zeichen setzen wollen für Frieden und soziale Gerechtigkeit! Wir sagen Nein zu mehr Soldaten! Nein zu mehr Waffen! Nein zu den Auslandseinsätzen und Nein zu den unverantwortlichen Aufrüstungsplänen im Bundeshaushalt! Abrüstung muss das Gebot der Stunde sein!

Heute ist ein geschichtsträchtiger Tag. Heute, genau vor 100 Jahren, am 3.11.1918 begann in Kiel der Matrosen- und Arbeiteraufstand. Man kann sehr viel aus den damaligen Auseinandersetzungen lernen. Vor allem in Bezug auf die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Demokratie. In der Sache gibt es zur heutigen Zeit viele Parallelen. Weiterlesen »

%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen