Interview über mich

Michael Lindner - Porträt 2011

In Anbetracht, dass ich es versäumt hatte, bislang meine „Über mich“ Seite zu pflegen, möchte ich nun ein Interview zu meiner Person veröffentlichen. Ein kurzer Einblick …

Auf welche beruflichen Erfahrungen kannst Du verweisen?

Auf über 30 Jahre Berufserfahrung. Das beginnt kurz nach meinem Journalistik Studium an der Karl-Marx-Universität Leipzig mit einer Redakteursstelle beim Rundfunk in Frankfurt (Oder). Hörfunkreportagen, Interviews, Nachrichten Moderation, eben das ganze Repertoire für einen Journalisten im Radio. Und zumal in einer spannenden Zeit, nach der Wende. Ich habe für ein kurzes Zeitfenster den wohl freiesten Journalismus erleben und mitgestalten können. Aus den sich dann wieder entwickelnden Einschränkungen heraus wechselte ich Anfang der neunziger Jahre in die Hörfunkwerbung und das Eventmanagement. Da ging ich einer Leidenschaft nach und leitete zwei Agenturen. Zwischenzeitlich folgte ich dem Ruf unseres Fußballclubs, damals FFC Viktoria, dem ehemaligen FC Vorwärts Frankfurt (Oder). Da entstanden Vakanzen in der Clubführung. Mein Ziel war es, einen Geschäftsführer aufbauen und Krisenmanagement leisten.

Anfang der 2000-er Jahre zog es mich in den sozialen Bereich. 10 Jahre Sozial-PR-Manager und Leiter eines Elternhauses für schwer kranke Kinder am benachbarten Uniklinikum und anschließend als Pressesprecher an eben diesem Universitätsklinikum Leipzig.

Das waren meine Stationen, bevor ich 2012 als Leiter der Unternehmenskommunikation beim Berufsförderungswerk Leipzig angeworben wurde.

In der ganzen Zeit habe ich neben dem journalistischen Handwerkszeug weitere neue Fähigkeiten erlernen und entwickeln können. Projektmanagement, konzeptionelle Arbeit an Online-Medien, Corporate Design und Publishing … Und vor allem zählt dazu die Arbeit mit Menschen als Teamleiter und Teamplayer.

Wie gehst Du an Deine Arbeit?

Zu meiner Arbeitsweise gehört es, Strukturen aufzunehmen und weiterzuentwickeln, die es mir und in der Führung eines Teams gestatten, leichter und ergebnisorientierter zu arbeiten. Kommunikation untereinander und Austausch von Ideen sind wichtig. Schauen, wo die Stärken im Team sind und dieses Team motivieren.

Woher nimmst Du die Motivation für Deine Arbeit?

Es ist die Neugier auf Neues. Aber, auch die schon erwähnten beruflichen Erfahrungen bestärken mich, voneinander zu lernen und mit diesem Wissen an die gestellten Ziele heranzugehen. Das Team spielt ebenso eine wichtige Rolle. Wenn wir mit Spaß an die Arbeit gehen, dann gelingt mehr, dann kann man besser auf Fehler, die immer wieder auftreten werden und menschlich sind, reagieren.

Bleibt bei dem, was Du Dir beruflich vornimmst noch Zeit für Familie, Hobbys und mehr?

Das hat viel mit den schon erwähnten Strukturen zu tun. Dadurch kann man sich Zeit freischaufeln. Nicht unbedingt, um mir neue Arbeit auf den Tisch zu ziehen, sondern, die anfallende Arbeit in einem guten Zeitrahmen erfüllen, dabei noch neue Ideen entwickeln, um dann das notwendige Kontingent an Freizeit zu haben. Genau die Zeit, um mit Familie und Freunden deren und eigene Interessen zu verwirklichen. Dann bleiben sogar noch Stunden für ehrenamtliches Engagement übrig.

Warum engagierst Du Dich ehrenamtlich?

Wir leben hier in einer gut eingerichteten Gesellschaft. Diese gilt es weiterzuentwickeln und sich immer wieder auftuende Lücken zu schließen. Dabei will ich mithelfen. Daher stelle ich oft meine Möglichkeiten als Journalist in den Dienst von Vereinen und Initiativen. Diese Zeitreserve sollte sich übrigens jeder Mensch freihalten, der aus dieser Gesellschaft seinen persönlichen Nutzen zieht. So arbeite ich für den Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. und bei Bedarf für das Leipziger Clown Museum als Öffentlichkeitsarbeiter, netzwerke für „Wir bleiben hier“ oder die „Stadt der Sterblichen“ und äußere mich hier, in diesem Blog oder auf Facebook immer wieder zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen. Dadurch kann ich demokratische Kräfte in ihren Aktivitäten unterstützen. Ich nutze zudem meinen Blog als meine ganz persönliche Schreibwerkstatt. Und damit schließt sich auch wieder der Bogen vom Hobby oder Ehrenamt zu meiner Profession in meinem Job. Alles in allem ist auch dort die Neugier auf Neues, die mich antreibt.