28. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Seehofer in Seenot · Kategorien: Politik

 

© Schwarwel 2018, www.schwarwel-karikatur.com

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Der offene Brief der Mission Lifeline (https://mission-lifeline.de/de/presse/offener-brief-an-den-innenminister-wir-retten-leben-wen-retten-sie) stellt viele Frage an Seehofer und seine Jünger. Fragen nach der Menschlichkeit eines Christ-sozialen Seehofers und alle deutschen Politiker, die sich durch ihre menschenfeindlichen Aussagen zur heimatlichen und europäischen Flüchtlingspolitik rechts an der AfD vorbeimanövrieren wollen. Schließlich stand der deutsche Heimatmuseumsminister, wie die TAZ gestern in ihrer Onlineausgabe berichtet, (http://www.taz.de/!5516647/) einem „schnelleren Ende der seit vergangenen Donnerstag andauernden Odyssee … im Weg“, in dem er „sich gegen eine Aufnahme der Geflüchteten stellte. Dabei hatten sowohl Italien, Frankreich, Portugal sowie mehrere deutsche Kommunen und Bundesländer – unter anderem Berlin und Schleswig-Holstein – ihre Bereitschaft signalisiert, Flüchtlinge der „Lifeline“ aufzunehmen.“

Ich habe meine Antwort auf das beschämende Verhalten von Heimatmuseumsminister und seiner bayrischen Kaschperltruppe Söder, Dobrindt und Scheuer gefunden:

Ich plädiere für ein FSJ von Herrn Seehofer und den seinen auf der Lifeline ohne Bodyguard und ohne monatliche Ministerbezüge. Ich plädiere dafür, dass alle, die gegen Geflüchtete hetzen und Fluchtursachen ignorieren und Flüchtlingsheime anzünden und den Holocaust leugnen und nationale Beschränktheit dem solidarischen Gewissen vorziehen … ein FSJ auf einem dieser Schiffe im Mittelmeer oder in einem Flüchtlingscamp in den Krisenregionen absolvieren müssen. Als Bewährungsstrafe für Unmenschlichkeit. Es ist absurd, wie ein Söder im gleichen Atemzug, wie er das Anbringen von christlichen Symbolen in öffentlichen Institutionen befiehlt, Menschen an der Ausübung ihres ersten Menschenrechtes, dem Recht auf Leben, durch Grenzschließungen hindern will. Ein christ-sozialer Heimatmuseumsminister kriminalisiert Menschen, die aus humanitären Gründen, sprich aus Nächstenliebe Menschen aus Seenot retten. Schreiben Sie sich zu einem einjährigen FSJ bei der Lifeline ein. Für soviel Bodenhaftung plädiere ich. Falls Sie, Herr Seehofer, überhaupt die ersten fünf Minuten Bodenhaftung auf den Planken der Lifeline überhaupt ertragen können.

Und weil ich auf Facebook von User Markus Meier entgegengehalten bekam, ein „fsj beinhaltet nicht das man sich am illegalen Menschenhandel beteiligt :).“ Möchte ich noch folgendes ergänzen:

Seit wann ist Seenotrettung illegaler Menschenhandel? Ich wünsche Ihnen, dass Sie beim nächsten Malle-Urlaub nicht in eine so brisante Situation geraten und sich erst deutsche und spanische Diplomaten darüber in einer Kommission, die von den jeweiligen Parlamenten einen Auftrag erhalten, zusammensetzen und mit unterschiedlichen Gesichtspunkten darüber beraten, ob man Sie und ihre Familie, da Sie keine Ausweispapiere aus dem Wasser vorzeigen können, retten darf und wer es darf, da die Zuständigkeiten erst nach einer genauen Begutachtung der Situation in einer weiteren EU-weiten Kommission geklärt werden müssten. Schauen wir mal, wer dann seinen Kopf länger über Wasser hält. …

Der Seehofer und alle, die ihm von der Position der Selbstgefälligkeit auf ihrem deutschen Wohlstandskissen aus zu jubeln, haben nicht die Empathie für die Menschen, die sich auf den Weg machen, um aus dem vom Westen verursachten Elend zu flüchten. Eine Flucht vor Krieg, Hunger, Sklaverei … Sie haben eine Ahnung und eine Hoffnung, im eichen Westen ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Und auf ihrem Weg nutzen sie jede kleine Chance, um von den „humanistisch“ geprägten Europäern, um von den sich auf „christlich-abendländische“ Wurzeln berufenden Deutschen aufgenommen zu werden. Aber, wenn es um die Flüchtlinge geht, dann stimmen diese Werte nicht mehr, dann schauen wir live zu, wenn Menschen im Mittelmeer ersaufen. Dann hindern wir Rettungsorganisationen wie der Mission Lifeline aus Dresden diese Menschen vor dem Ertrinken, vor der drohenden Sklaverei bei einer Rückführung nach Libyen, vor dem Verhungern oder dem Tod durch kriegerische Auseinandersetzungen zu Hause retten. Unsere Politiker, wie die vielen Seehofers und Söders und Dobrindts und Scheuers und Weidels und von Storchs und Gaulands und Höckes …, haben in dieser Frage kläglich versagt. Ihre christliche Fassade geht mit jedem Wort ihrerseits gegen die Menschlichkeit unter. Sie werden vor der Menschheit Schiffbruch mit dieser Haltung erleiden. Man sollte sie über die Planke schicken …

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